Berufsverband Niedergelassener Chirurgen e.V.

Ambulantes Operieren ist einer aktuellen Publikation aus den USA zufolge bei vergleichbaren Eingriffen nicht nur kostengünstiger, sondern auch mit geringeren Risiken verbunden – sofern die Patientinnen und Patienten hierfür sorgfältig ausgewählt werden.

Bei distalen Radiusfrakturen scheint die Immobilisierung zu weniger Langzeitbeschwerden und Sekundäreingriffen zu führen. Handchirurgisch Tätige sollten bei beidseitigem Karpaltunnelsyndrom auch eine mögliche ATTR-Amyloidose im Hinterkopf behalten. Doch neben dem Themenschwerpunkt Handchirurgie widmet sich die aktuelle Ausgabe vor allem den anhaltenden Protesten gegen das mittlerweile verabschiedete GKV-Finanzstabilisierungsgesetz und verschiedenen Versuchen, endlich eine sektorenverbindende…

Mit Blick auf einen kürzlich vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) veröffentlichten Bericht des Medizinischen Dienstes zu Qualitätskontrollen in Krankenhäusern erklärte die Spitze der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), die derzeitigen Empfehlungen der Regierungskommission zur bedarfsgerechten Krankenhausversorgung seien nicht geeignet, die Probleme zu lösen. Vielmehr gelte es, die Chancen des Ambulanten Operierens zu nutzen.

Die Änderungen am ursprünglichen Entwurf des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes (GKVFinSG) haben den Unmut in der Ärzteschaft nicht besänftigen können. Auch nach der Verabschiedung des neuen Regelwerks im Bundestag gehen die Proteste weiter und schlagen auch in den Medien Wellen. Diese Woche kamen der BNC-Vorsitzende Jan Henniger und der Vorsitzende der ANC Nordrhein, Dr. Manfred Weisweiler, ausführlich zu Wort.

Vor einer Verschlechterung der Patientenversorgung haben Vertreter der Fachgesellschaften für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU, DGU und DGOOC) sowie des Berufsverbands für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) gewarnt. Bei einer Pressekonferenz im Vorfeld des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU), der diese Woche in Berlin stattfindet, kritisierten sie die immer schwierigeren Rahmenbedingungen, welche die Leistungsfähigkeit von Orthopädie und Unfallchirurgie…

Sitzt Chirurginnen oder Chirurgen bei minimalinvasiven Operationen die Zeit im Nacken, nimmt die durch sie ausgeübte Kraft signifikant zu und die Fehlerrate steigt. Diese Qualitätseinbußen konnte ein Forscherteam mehrerer Hochschulen in Dresden in einer Studie messen – und zwar bei Medizinstudierenden ebenso wie bei erfahrenen Chirurginnen und Chirurgen.

Hamburg war eine von mehreren KV-Regionen, in denen am 5. Oktober viele Ärztinnen und Ärzte ihre Praxen geschlossen hielten, um gegen Sparpläne wie die Abschaffung der Neupatientenregelung zu protestieren. Mit dabei war unter anderem BNC-Vorstandsmitglied Dr. Michaela Rothe.

Der Berufsverband der Deutschen Chirurgen e.V. (BDC) und die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e.V. (DGCH) haben sich in einem Schreiben an die „Regierungskommission für eine moderne und bedarfsgerechte Krankenhausversorgung“ für eine Ambulantisierung mit Augenmaß ausgesprochen. Gleichzeitig fordern sie, auch die chirurgische Weiterbildung in die Reformpläne zu integrieren. Als Interessenverband der niedergelassenen Chirurginnen und Chirurgen unterstützt der BNC diese Forderung explizit.

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