Berufsverband Niedergelassener Chirurgen e.V.

Im Südwesten der Republik stehen richtungsentscheidende Wahlen an. Denn neben der Vertreterversammlung (VV) wird auch die Spitze der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) neu gewählt. Zwei der Kandidaten stammen aus den regionalen Arbeitsgemeinschaften Niedergelassener Chirurgen (ANC). Sie unterstützen die Bewerbung ihres orthopädischen Kollegen Dr. Karsten Braun aus Wertheim zum neuen KV-Vorsitzenden

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Gassen, möchte die Arbeiten an der Ausweitung des neuen AOP-Katalogs beschleunigen. „Es muss unbedingt nachgebessert werden, damit das ambulante Operieren grundsätzlich eine Chance hat“, sagte er. Derweil mahnt die Geschäftsführerin Versorgung im AOK-Bundesverband, Dr. Sabine Richard, für die geforderte Ambulantisierung fehle bislang der ordnungspolitische Rahmen.

In den vergangenen Jahren hatten viele niedergelassene Chirurgen der ANC Hamburg den Rücken gekehrt bzw. sich kaum noch bei den ANC-Sitzungen blicken lassen. Ein neuer Vorstand möchte diesen Trend umkehren – und die Stimme der chirurgischen Fachgruppe auch in der Selbstverwaltung der Hansestadt stärken.

Jede zehnte Krankenhausbehandlung kann mittlerweile auch ambulant erbracht werden. In Thüringen meldet das statistische Landesamt, dass im Jahr 2020 rund 70.000 Patientinnen und Patienten nur für eine Nacht im Krankenhaus waren. Für die Barmer bedeutet das nicht weniger als das ‚Ende des Dualismus von stationärem und ambulanten Sektor und den Start von mehr sektorenübergreifender Gemeinsamkeit‘.

Der Spitzenverband Fachärzte (SpiFa) wendet sich vornehmlich gegen die aus seiner Sicht verfrühte Einführung und Vorschrift zur künftigen Verwendung von elektronischer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) und eRezept. Aber auch der geplante Austausch von 130.000 Konnektoren zur Telematikinfrastruktur (TI) sorgt bei den SpiFa-Verbänden für Unmut.

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung Deutschlands (Zi) hat erste Befragungsergebnisse vorgelegt, für die Ärzt:innen aus beiden Sektoren um ihre Einschätzung zu einer einheitlichen sektorengleichen Vergütung gebeten wurden. Als Hauptmotivation für das Ambulante Operieren nennen beide Fraktionen vor allem die Möglichkeit, „Betreuung aus einer Hand“ anbieten zu können, die es den Patient:innen erlaube, schnell ins häusliche Umfeld zurückzukehren.

Lange wurde es erwartet, lange wurde darüber spekuliert – nun liegt es endlich vor: das Gutachten des Berliner IGES Instituts zur Weiterentwicklung des Katalogs ambulanter und stationsersetzender Leistungen, kurz AOP-Katalog. Dieser sollte dem Gutachten zufolge um rund 2.500 medizinische Leistungen ergänzt werden, womit sich die Anzahl der derzeit möglichen ambulanten Leistungen nahezu verdoppeln würde.

In der Viszeralchirurgie ist der Anteil von Frauen in den vergangenen Jahren zwar langsam gestiegen, Führungspositionen in den chirurgischen Abteilungen von Krankenhäusern sind allerdings weiterhin nur selten mit Frauen besetzt. Für Prof. Natascha Nüssler, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) ist das aus zweierlei Hinsicht ein Problem.

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