Berufsverband Niedergelassener Chirurgen e.V.

Nach Darstellung des Magazins ist jeder fünfte Patient nach einer Narkose von einem Delir betroffen, und mit jedem Delir steige das Risiko für dauerhafte geistige Beeinträchtigungen. Der niedergelassene Chirurg Prof. René Holzheimer aus Sauerlach wehrt sich mit einem Leserbrief gegen die undifferenzierte Darstellung, denn bei ambulanten Operationen sei die Gefahr eines Delirs so gut wie nicht vorhanden.

Eine Befragung von OP- und Anästhesie-Pflegekräften durch die Fachhochschule Frankfurt hat ergeben, dass 39 Prozent der Befragten an ihrem Arbeitsplatz Schwierigkeiten mit der Sterilität des OP-Bestecks sehen. Ebenso würden sich 21 Prozent der Befragten nicht im eigenen Haus operieren lassen.

Um dem Ärztemangel auch im fachärztlichen Bereich entgegenzuwirken, hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen eine spezielle Richtlinie beschlossen. Demnach steht ab 1. Juli 2014 Geld für 35 ambulante fachärztliche Weiterbildungsstellen zur Verfügung

Grund für postoperative kognitive Störungen (POCD) kann eine Reaktion des Immunsystems auf den operativen Eingriff sein, der die Blut-Hirn-Schranke schwächt. Nach Auffassung von Neurologen der Berliner Charité ließen sich POCD vermeiden, wenn man die entsprechenden Antikörper mittels einer Blutwäsche im Gehirn reduziert.

Mit dem elektronischen Selbsttest „Mein PraxisCheck“ der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) können Ärzte jetzt die Umsetzung der bestehenden Hygieneanforderungen testen.

Frakturen an Fingern und Daumen heilen häufig sogar besser unter konservativer Therapie, denn bei Plattenosteosynthesen mit Titanplatten drohen Verklebungen der Streckersehne, wie der Handchirurg Dr. Karsten Becker berichtete.

Erkrankungen der Perianalhaut sprechen zwar gut auf eine konservative Therapie an, müssen aber regelmäßig nachuntersucht und beobachtet werden. „Ansonsten können durchaus auch Fissuren oder Plattenepithelkarzinome entstehen, die eine operative Therapie erforderlich machen“, sagte der Hamburger Chirurg Dr. Manfred Giensch beim Bundeskongress Chirurgie 2014 in Nürnberg.

Es gibt weiterhin großen Bedarf für chirurgische Grund- und Regelversorgung in Deutschland. Angesichts von Kostenunterdeckung durch die GKV-Vergütung und von Zersplitterung in immer mehr verschiedene Facharztbezeichnungen erscheint die Zukunft des chirurgischen Generalisten allerdings eher fraglich.

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