Berufsverband Niedergelassener Chirurgen e.V.

Es gibt keine wissenschaftliche Evidenz für die routinemäßige perioperative Single-Shot-Antibiose in der Leistenhernienchirurgie. Und doch ist die routinemäßige Antibiotikaprophylaxe in deutschen OP-Sälen weit verbreitet.

Die Umstellungsosteotomie nach Austin ist das „Arbeitspferd“ der Fußchirurgie, mit ihr werden die meisten Fälle des Hallux valgus operiert. Wie Dr. Kai Olms aus Bad Schwartau beim Bundeskongress Chirurgie 2014 betonte, eignet sich in vielen Fällen aber auch die Lapidusarthrodese zur Korrektur der Fehlstellung im im Großzehen-Grundgelenk.

Während ein plantarer Fersensporn zu 80 Prozent auf konservative Therapieansätze anspricht, hilft beim posterioren Fersensporn nur eine Operation, wie der Fußchirurg Dr. Kai Olms aus Bad Schwartau beim Bundeskongress Chirurgie 2014 zusammenfasste.

Der BNC-Präsident bleibt damit – entgegen seiner Ankündigung, sich zum Jahresende aus der Berufspolitik zurückzuziehen – zumindest der ärztlichen Selbstverwaltung also erst einmal als engagierter Vertreter der Interessen niedergelassener Fachärzte erhalten.

Nach Darstellung des Magazins ist jeder fünfte Patient nach einer Narkose von einem Delir betroffen, und mit jedem Delir steige das Risiko für dauerhafte geistige Beeinträchtigungen. Der niedergelassene Chirurg Prof. René Holzheimer aus Sauerlach wehrt sich mit einem Leserbrief gegen die undifferenzierte Darstellung, denn bei ambulanten Operationen sei die Gefahr eines Delirs so gut wie nicht vorhanden.

Eine Befragung von OP- und Anästhesie-Pflegekräften durch die Fachhochschule Frankfurt hat ergeben, dass 39 Prozent der Befragten an ihrem Arbeitsplatz Schwierigkeiten mit der Sterilität des OP-Bestecks sehen. Ebenso würden sich 21 Prozent der Befragten nicht im eigenen Haus operieren lassen.

Um dem Ärztemangel auch im fachärztlichen Bereich entgegenzuwirken, hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen eine spezielle Richtlinie beschlossen. Demnach steht ab 1. Juli 2014 Geld für 35 ambulante fachärztliche Weiterbildungsstellen zur Verfügung

Grund für postoperative kognitive Störungen (POCD) kann eine Reaktion des Immunsystems auf den operativen Eingriff sein, der die Blut-Hirn-Schranke schwächt. Nach Auffassung von Neurologen der Berliner Charité ließen sich POCD vermeiden, wenn man die entsprechenden Antikörper mittels einer Blutwäsche im Gehirn reduziert.

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