Berufsverband Niedergelassener Chirurgen e.V.

Wahl der neuen KBV-Spitze: Verbände wünschen sich engere Zusammenarbeit

Mit den Schlagworten „verlässlich, teamorientiert und mit klarer Haltung“ präsentierte sich das neue Vorstandstrio an der Spitze der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) heute (3. März 2017) in Berlin kurz nach seiner Wahl durch die Delegierten der Vertreterversammlung. An der Spitze des Vorstands bleibt Dr. Andreas Gassen als Vorstandsvorsitzender, sein erster Stellvertreter ist Dr. Stephan Hofmeister, und Dr. Thomas Kriedel übernimmt den Posten des zweiten stellvertretenden Vorsitzenden. Dr. Stephan Hofmeister wechselt von der KV Hamburg, wo er als stellvertretender Vorstandsvorsitzender wirkte, zur KBV nach Berlin; Dr. Thomas Kriedel war zuletzt als Vorstand in der KV Westfalen-Lippe tätig.

Alle drei betonten den gemeinsamen Teamgeist und versprachen, im Vorstand als gut abgestimmtes Kollegialorgan zuarbeiten und gemeinsam nach außen zu wirken. „Wir wollen Zukunftsfelder für die ambulante Versorgung besetzen. Die Digitalisierung ist ein solches Thema, für das ich mich schon lange engagiere. Schließlich müssen wir uns für die Anpassung der Arbeitsbedingungen in der Versorgung an die Erwartungen junger Ärztinnen und Ärzte einsetzen. Dazu gehören die Entlastung von arztfremden Tätigkeiten, kurz: die Entbürokratisierung, die Bedingungen für Angestellte, vernetztes Arbeiten mit Kollegen und anderen Gesundheitsberufen und einiges mehr“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung

Aus den Reihen der Berufsverbände äußerten sich bislang Medi Geno und der Spitzenverband Fachärzte (SpiFa) zur KBV-Vorstandswahl. So erklärte der Vorstand von Medi Geno Deutschland, nach Jahren innerer Auseinandersetzungen zum Schaden der KBV müsse diese wieder politisch handlungsfähig werden. Vorstandschef Dr. Werner Baumgärtner wies allerdings auch darauf hin, dass das jetzt in Kraft getretene Selbstverwaltungsstärkungsgesetz die KBV zusätzlich schwächt. Die KBV könne ihre Ziele nur erreichen, wenn sie wieder enger mit den Verbänden zusammenarbeite: „Interessenvertretung geht nur gemeinsam! Unsere Organisation, bestehend aus Ärztenetzen, Genossenschaften und Verbünden, ist dazu bereit.“ Nur gemeinsam könnten die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte weniger Bürokratie, bessere wirtschaftliche Bedingungen und feste Preise im Kollektivvertrag erreichen.

Auch der SpiFa verband seine Glückwünsche an das neue Vorstandstrio mit dem Wunsch nach enger Zusammenarbeit mit den Berufsverbänden. So erklärte SpiFa-Hauptgeschäftsführer Lars F. Lindemann: „Die Zustimmung der Delegierten mit deutlichen Voten für die 3 Mitglieder insbesondere auch für Dr. Andreas Gassen als Vorsitzenden ist eine gute Basis für eine KBV 2020, die wieder Gestaltungsanspruch hat. Für die Fachärzteschaft bedeutet das Kontinuität und Sicherheit bei der Vertretung der fachärztlichen Interessen im Kollektivsystem. Der SpiFa verbindet mit dem Trio Gassen Hofmeister Kriedel auch die Hoffnung auf neue Wege im Umgang und konstruktiven Miteinander zwischen dem KV System und den hausärztlichen und fachärztlichen Berufsverbänden."

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