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SpiFa zufrieden mit Beschlüssen des Ärztetages zur Digitalisierung

Am 26. Mai 2017 ist in Freiburg der 120. Deutsche Ärztetag zu Ende gegangen. Mit den erzielten Beschlüssen zur Digitalisierung zeigte sich insbesondere der Spitzenverband Fachärzte (SpiFa) zufrieden. Er hat nach eigener Einschätzung „Dynamik in der Digitalisierungsdebatte des Gesundheitssektors entfaltet“. Entsprechende Anträge hätten breite Zustimmung erfahren, dem SpiFa sei es damit gelungen, in der diversifizierten Ärzteschaft in dieser Frage weitgehenden Konsens zu erzielen, heißt es in einer Pressemitteilung des Dachverbandes

„Die Möglichkeiten von E-Health für die ärztliche Tätigkeit nutzbar zu machen und mit zuverlässiger Datensicherheit und vernünftigen Vergütungsregelungen (auch außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung) zu kombinieren – das ist der Weg, der endlich konsequent beschritten werden muss“, kommentierte Prof. Bernd Bertram, Vorsitzender des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands und Vorsitzender der Arbeitsgruppe „E-Health“ des SpiFa, die Beschlüsse. Offenbar sei die Bedeutung des Themas jetzt auch im Bewusstsein der deutschen Ärzteschaft angekommen. Die aus den Reihen des SpiFa eingebrachten Anträge dazu seien von den Delegierten des Deutschen Ärztetage (DÄT) mit großer Mehrheit angenommen worden.

Der SpiFa befürworte nach wie vor das in der Berufsordnung geregelte Verbot einer ausschließlichen Fernbehandlung, sieht aber die Notwendigkeit für Konkretisierungen und Ausweitungen des Einsatzes digitaler Möglichkeiten in der Patientenversorgung. Die Modellversuche der Ärztekammern zur Telemedizin sollten genutzt werden, um die Berufsordnung bezüglich sinnvoller Möglichkeiten und erforderlicher Grenzen zu aktualisieren. Telemedizinische Unterstützung in der Behandlung solle gezielt ressourcenschonend helfen und vereinfachen, aber niemals ersetzen. Bertram erklärte weiter. „Beim Thema Digitalisierung ist es uns, obwohl der dazugehörige Antrag keine Zustimmung erhielt, wichtig festzuhalten, dass der persönliche und unmittelbare Kontakt zwischen Arzt und Patient auch im Zeitalter der Telemedizin weiterhin den wichtigsten Grundbaustein der ärztlichen Tätigkeit darstellen muss.“

Im Zuge der Diskussion zur Digitalisierung im Gesundheitswesen habe auch der aus dem SpiFa heraus initiierte Antrag, nach dem sämtliche Aktivitäten für jeden Patienten, auch und gerade im Zeitalter der Digitalisierung, in der patientenindividuellen Kartei dokumentiert werden müssen, deutliche Zustimmung erhalten. Ebenso einig habe sich der Deutsche Ärztetag darüber gezeigt, dass einer Aufweichung der ärztlichen Schweigepflicht vehement entgegengetreten werden muss.

Zum SpiFa-Positionspapier zur Digitalisierung gelangen Sie hier. 

Zum Beschlussprotokoll des 120. Deutschen Ärztetages gelangen Sie hier. Die Beschlüsse zur Digitalisierung finden sich unter Top II ab Seite 245. 

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