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KBV: Köhler kehrt nach Erkrankung an seinen Arbeitsplatz zurück

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Köhler, will nach seinem Herzinfarkt Anfang November ab kommendem Montag (13. Januar 2014) seine Arbeit wieder aufnehmen. Presseberichten zufolge will Köhler nicht kürzertreten und alle Aufgaben wie vor seiner Krankheit vollständig übernehmen. Diese Woche äußerte er sich allerdings bereits zu den Plänen des neuen Bundesgesundheitsministers Hermann Gröhe (CDU) zur Niederlassung von Ärzten in ländlichen Regionen sowie zum Wartezeiten-Management.

Köhler lobte, dass der drohende Ärztemangel auch bei der neuen Bundesregierung ganz oben auf der Themenagenda stehe. „Zudem erkennt sie – das spiegelt sich im Koalitionsvertrag wider – die wertvolle Arbeit der niedergelassenen Haus- und Fachärzte sowie Psychotherapeuten an. Das ist zu begrüßen und findet unsere volle Unterstützung.“ Zu dem Vorhaben, die Wartezeiten auf Termine zu verkürzen, indem sich Patienten an eine Servicestelle der Kassenärztlichen Vereinigungen wenden, betonte der KBV-Chef mit Blick auf eine repräsentative Versichertenbefragung der KBV im vergangenen Jahr, dass zwei Drittel der Bundesbürger entweder sofort oder innerhalb von drei Tagen einen Termin erhalten. „ Grundsätzlich sind die Versicherten mit der Terminsituation zufrieden. Trotzdem gibt es aber in Einzelfällen durchaus Probleme bei den Wartezeiten, die gelöst werden müssen.“

Köhler wandte ein, dass Ärzte und Psychotherapeuten dann aber nicht finanziell dafür bestraft werden dürften, wenn sie zusätzliche Patienten annehmen. Dies geschehe leider noch viel zu oft wegen des versorgungsfeindlichen Budgetdrucks, unter dem die ambulante Versorgung stehe. Die KBV werde trotzdem kurzfristig Lösungsvorschläge und Maßnahmen erarbeiten, die von Ärzten und Patienten gleichermaßen akzeptiert werden, versprach Köhler. Das entbinde die Politik aber nicht von ihrer Verantwortung, verlässliche Rahmenbedingungen für die Niederlassung zu schaffen. Zugleich forderte Köhler von den Krankenhäusern ein „sachgerechtes Entlassmanagement“ ein: „Die niedergelassenen Kollegen brauchen alle notwendigen Informationen, damit sie Patienten, die aus dem Krankenhaus kommen, ohne Reibungsverluste weiterbehandeln können. Leider mangelt es bei vielen Krankenhäusern an einem professionellen Entlassmanagement. Hier steckt noch viel Entlastungspotenzial, das den niedergelassenen Praxen und letztlich kürzeren Wartezeiten für Patienten zugute kommt.

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