Berufsverband Niedergelassener Chirurgen e.V.

Honorarverhandlungen für 2018 gehen in die zweite Runde

Mit der Forderung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) nach einer besseren Finanzierung der ambulanten Versorgung haben am 31. August 2017 in Berlin die bundesweiten Honorarverhandlungen zwischen KBV und GKV-Spitzenverband begonnen. Dabei geht es darum, wieviel Geld die Krankenkassen im kommenden Jahr für ambulante Behandlungen bereitstellen. Wie die KBV mitteilte, wurde die erste Verhandlungsrunde ohne Ergebnis vertagt. „Unsere Positionen zur Entwicklung der Gesamtvergütung liegen noch zu weit auseinander“, sagte KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen im Anschluss an die mehrstündige Sitzung. Die Verhandlungen werden Mitte September fortgesetzt.

Bei den bundesweiten Honorarverhandlungen geht es vor allem um den Orientierungswert und damit um die Preise für ärztliche und psychotherapeutische Leistungen. Außerdem beraten die Verhandlungspartner darüber, wieviel Geld mehr die Krankenkassen im nächsten Jahr für den steigenden Behandlungsbedarf bereitstellen müssen. Eine Vorgabe des Gesetzgebers ist, dass die Krankenkassen das volle Morbiditätsrisiko ihrer Versicherten tragen müssen. Die Krankenkassen könnten jetzt zeigen, dass sie am Erhalt und am Ausbau der wohnortnahen ärztlichen Versorgung interessiert seien, betonte Gassen. Mit Verweis auf die weiter gestiegenen Finanzüberschüsse der Krankenkassen sagt er: „Die notwendigen Gelder sind da.“

Wer die Positionen des GKV-Spitzenverbandes zur Höhe der ärztlichen Vergütung studiert, der ahnt, dass es lange Verhandlungsrunden werden könnten. So beruft sich der GKV-Spitzenverband darin auf eine Untersuchung aus dem Jahr 2012, wonach die Einnahmen der Ärzte in den letzten Jahren deutlich stärker gestiegen sind als ihre Aufwendungen. „Die Ärzte sind eine der bestbezahlten Berufsgruppen in diesem Lande. Der in einigen Regionen drohende Mangel an Hausärzten wird nicht dadurch behoben, dass zusätzliches Geld mit der Gießkanne über alle Ärzte verteilt wird. Hier sind gezielte Fördermaßnahmen vor Ort erforderlich, an deren Finanzierung sich die Kassen bereits jetzt beteiligen“, heißt es auf der Website des GKV-Spitzenverbandes wörtlich.

Immerhin: In der ersten Runde sind die Verhandlungspartner beim Behandlungsbedarf einen Schritt vorangekommen. Wie die KBV betonte, wurde das sogenannte Klassifikationsmodell beschlossen, mit dem die regionalen diagnose- und demografiebezogenen Veränderungsraten für das Jahr 2018 ermittelt werden. Das Institut des Bewertungsausschusses könne nunmehr mit der Berechnung der Veränderungsraten beginnen. Der Bewertungsausschuss wolle diese am 19. September beschließen. Dann solle auch über alle anderen Punkte der Honorarverhandlungen entschieden werden.

Aktuelles | Über den BNC | Bundeskongress | Für Patienten | Presse | Landesverbände | Mitgliederbereich | Partner | Veranstaltungen | Praxisbörse | Chirurgensuche | FAQ für Ärzte | Kontakt Berufsverband Niedergelassener Chirurgen e.V. © 2014 | Impressum | Rechtliche Hinweise | Design & Umsetzung: zollsoft GmbH