Berufsverband Niedergelassener Chirurgen e.V.

vdek fordert rasche Schritte zur Reduzierung der Wartezeiten bei Ärzten

Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek), hat die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn begrüßt, noch vor der Sommerpause gesetzliche Schritte zur Reduzierung der Wartezeiten bei niedergelassenen Ärzten einzuleiten. „Dass GKV-Versicherte länger auf einen Termin beim Arzt warten müssen als privat Versicherte oder Selbstzahler, ist nicht länger hinzunehmen“, erklärte Elsner.

Dringend erforderlich sei es, die Terminservicestellen bei den Versicherten bekannter zu machen, forderte die vdek-Vorstandsvorsitzende. Die zuständigen Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) sollten verpflichtet werden, bundesweit eine einheitliche Rufnummer für alle GKV-Versicherten bereitzustellen. Derzeit gibt es in allen KV-Regionen unterschiedliche Rufnummern, zudem seien dieTerminservicestellen nicht ausreichend bei den Versicherten bekannt. „Im Zeitalter der Digitalisierung sollten die KVen auch einen elektronischen Terminservice für Versicherte einrichten, über den diese einen freien Sprechstundentermin bei einem Facharzt direkt buchen können“, forderte Elsner. Damit könnten die Telefonhotlines entlastet werden und Buchungen zu jeder Tages- und Nachtzeit problemlos online erfolgen.

Bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung setzt man allerdings andere Prioritäten zur besseren Koordination der Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen. Sie plant nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung eine „Notfall-App“, die Patientinnen und Patienten helfen soll, schneller als bisher den richtigen Ansprechpartner zu finden, ohne dass unnötig der Rettungsdienst oder die Notaufnahme beansprucht wird. Demnach existiert derzeit ein Prototyp der App, die dann im zweiten Halbjahr 2018 veröffentlicht werden soll. Auf dem Bildschirm habe der Patient unter der Überschrift „Ich brauche einen Arzt“ die Buttons „Sofort“, „Heute“ und „Bald“ zur Auswahl. Bei „Sofort“ alarmiere die App nach einer weiteren Nachfrage, ob es wirklich dringend sei, den Rettungsdienst. Unter „Heute“ werde der Patient auf eine Seite weitergeleitet, wo er passende Ärzte aus der Umgebung finde, die freie Termine gemeldet haben. Der Button „Bald“ leite den Patienten an die Bundesarztsuche der Kassenärzte weiter.

Bevor die App in Betrieb gehen könne, müssen nach Angaben der KBV aber noch einige rechtliche Fragen geklärt werden, wie beispielsweise der Zugriff auf unterdrückte Rufnummern oder die Honorierung von Terminen, die zwar online gebucht, aber nicht wahrgenommen werden. 

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