Berufsverband Niedergelassener Chirurgen e.V.

ZiPP-Auswertung zum Wirtschaftsklima: Aktuell zufrieden – mit Blick auf die Zukunft aber pessimistisch

Die Stimmung unter den Vertragsärztinnen und –ärzten in Deutschland ist besser als man gemeinhin vermuten mag. Dies geht aus dem Wirtschaftsklimaindex des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi) hervor, das Vertragsärzte und Psychotherapeuten dazu befragt hat, wie sie ihre wirtschaftliche Situation einschätzen. Demnach bewerteten 72 Prozent der befragten Vertragsärzte ihre Situation insgesamt als „gut“ bis „sehr gut“. Wie das Zi betonte, zeigten sich je nach Fachgebiet allerdings zum Teil sehr große Unterschiede. Dr. Dominik von Stillfried, Geschäftsführer des Zi, erklärte hierzu: „Auffallend ist, dass die aktuelle wirtschaftliche Lage nahezu durchgehend deutlich besser bewertet wurde als die Erwartungen in die Zukunft. Die damit einhergehende Planungsunsicherheit deckt sich mit der gebremsten Investitionsbereitschaft, die das Zi bereits in anderen Auswertungen beobachten konnte. Zudem sollten die geäußerten Kritikpunkte ernst genommen werden, wenn über eine Förderung der Niederlassung nachgedacht wird.“

Gefragt nach dem aktuellen Status, gehören der Zi-Analyse zufolge die Hausärzte zu den Fachgebieten, die ihre wirtschaftliche Lage mit am positivsten einschätzen. In der Bewertungsskala von -100 (sehr schlecht) bis +100 (sehr gut) kamen sie auf einen Wert von +58,2. Nur die Kinder- und Jugendärzte (+63,4) und die Kardiologen (+67,4) waren noch zufriedener. Am unzufriedensten waren Nuklearmediziner (-15,7), Psychotherapeuten (-6,8) und Radiologen (-0,2). Bei den Chirurgen kann angesichts eines Werts von 1,2 kaum von Zufriedenheit die Rede sein. Nach ihren wirtschaftlichen Erwartungen in den kommenden zwölf Monaten gefragt, erzielten die Hausärzte mit einem Wert von +2,4 zwar ein positives Ergebnis, das jedoch erheblich hinter dem aktuellen Status zurückbleibt. Ebenfalls positive Werte ergaben sich bei Kinder- und Jugendärzten (+2,7). Den höchsten Wert erzielten die Neurologen (+8,9). Am skeptischsten standen hingegen die Orthopäden (-17,6), Nuklearmediziner (-33,9) und Radiologen (-34,4) ihren mittelfristige Zukunftsaussichten gegenüber. Auch die Fachgruppe der Chirurgen blickt pessimistischer in die Zukunft als auf die aktuelle Situation: Ihr Wert liegt bei -13,8.

Datenquelle für die vorgestellten Ergebnisse sind die jährlich durchgeführten Erhebungen im Rahmen des ZiPP (Zi-Praxis-Panel), in denen eine Reihe von Wirtschaftsdaten direkt von den Vertragsärzten und Psychotherapeuten abgefragt werden. In die jetzt vorgestellten Ergebnisse flossen Angaben von über 5.100 (5.157) Praxen ein. Befragungszeitraum war Sommer und Herbst 2016.

Aktuelles | Über den BNC | Bundeskongress | Für Patienten | Presse | Landesverbände | Mitgliederbereich | Partner | Veranstaltungen | Praxisbörse | Chirurgensuche | FAQ für Ärzte | Kontakt Berufsverband Niedergelassener Chirurgen e.V. © 2014 | Impressum | Datenschutzhinweise | Design & Umsetzung: zollsoft GmbH