Berufsverband Niedergelassener Chirurgen e.V.

Novelle der MWBO erhält den Facharzt für Allgemeinchirurgie und wertet ihn sogar auf!

Wer die Veröffentlichungen des BNC in den vergangenen Jahren verfolgt hat, der weiß: Über den niedergelassenen Chirurginnen und Chirurgen hing bis vor kurzem ein Damoklesschwert. Denn eigentlich war vorgesehen, mit der Novellierung der (Muster-)Weiterbildungsordnung (MWBO) den Facharzt für Allgemeinchirurgie zugunsten einer frühzeitigen Spezialisierung der Fachrichtungen Allgemein- und Viszeralchirurgie – allerdings mit Weiterbildungsinhalten „nur“ aus der Viszeralchirurgie und der Fachrichtung Orthopädie/Unfallchirurgie – abzuschaffen.

Für die niedergelassenen Chirurginnen und Chirurgen, die aktuell in ihren Praxen tätig sind, wäre diese Neuausrichtung verheerend gewesen. Denn junge Ärztinnen und Ärzte, die eine solche deutlich stärker spezialisierte Facharztausbildung durchlaufen hätten, wären fachlich nicht geeignet gewesen, das breite Versorgungsspektrum einer typischen chirurgischen Praxis abzubilden. Als Nachfolgerinnen und Nachfolger für die heutigen Praxen wären sie damit nicht infrage gekommen. Mit Blick auf diese dramatischen Konsequenzen auf die niedergelassenen Chirur­ginnen und Chirurgen hat der BNC-Vorsitzende Dr. Christoph Schüürmann immer wieder vor der geplanten Neuordnung gewarnt.

Seine Hartnäckigkeit und die große Hilfe aus der Ärztekammer Westfalen-Lippe haben sich am Ende ausgezahlt: Beim 121. Deutschen Ärztetag, der Anfang Mai 2018 in Erfurt stattgefunden hat, wurde mit der neuen MWBO auch der Erhalt und sogar Aufwertung des Facharztes für Allgemeinchirurgie beschlossen. Zukünftig werden dann 72 Monate Weiterbildungszeit in der Allgemeinchirurgie verankert, davon unter anderem 18 Monate in Orthopädie und Unfallchirurgie mit alleinigen, aber umfangreichen traumatologischen Inhalten sowie 18 Monate in der Viszeralchirurgie. „Der Facharzt für Allgemeinchirurgie wird aufgewertet, und ich bin sehr froh darüber, denn das ist der Chirurg, der in Zukunft für unsere Praxen aufgrund seiner breit ausgerichteten Weiterbildung quantitativ am häufigsten infrage kommt“, sagte Dr. Schüürmann.

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