Berufsverband Niedergelassener Chirurgen e.V.

SpiFa und Medi wollen Facharztverträge gemeinsam vorantreiben

Die beiden Verbände MEDI GENO Deutschland und der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa) verfolgen künftig eine gemeinsame Strategie zur Entwicklung der selektivvertraglich organisierten fachärztlichen Versorgung im GKV-Bereich. Die Vorstände beider Ärzteverbände sprechen sich gemeinsam für eine bundesweite Stärkung der Facharztverträge nach § 140a SGB V aus und möchten diese stringent weiterentwickeln. Hierzu veröffentlichen die beiden Partner heute ein gemeinsames Forderungspapier an die Politik. Darin heißt es unter anderem: „Die Benachteiligung für Fachärzte, dass Hausarztverträge per Gesetz obligat und Facharztverträge für Krankenkassen fakultativ sind, hat zu einem nachvollziehbaren mangelnden Interesse der GKV an selektiven Facharztverträgen geführt, auch unter Beitrags- und Zusatzbeitragsaspekten. Viele Kassen scheuen die Anfangskosten und den zusätzlichen Verwaltungsaufwand solcher Facharztverträge und bleiben lieber in der Hängematte des Kollektivvertrags.“

Dr. Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von MEDI GENO Deutschland, erklärte hierzu: „Nach unserer Überzeugung werden wir viele der aktuellen und künftigen Probleme in der ambulanten ärztlichen Versorgung nur mit einer alternativen Regelversorgung in den Griff bekommen, die den freiwilligen Abschluss von Facharztverträgen fördert.“ Dr. Dirk Heinrich, Vorstandsvorsitzender des SpiFa, ergänzte: „Wir brauchen deutlich mehr Spielräume, um bundesweit neue Versorgungskonzepte mit den Krankenkassen umzusetzen. Wir fordern daher eine strukturelle Förderung für den Bereich der freien Facharztverträge.“

Beide Verbände betonten bei der Veröffentlichung ihres gemeinsamen Papiers, dass der Aufbau einer alternativen Regelversorgung nicht in Konkurrenz zum Kollektivvertrag zu verstehen ist. Vielmehr bieten die Selektivverträge eine zielgerichtete Möglichkeit, lokal und treffsicher Versorgungsprobleme anzugehen und zu beheben. Mit Verweis auf die Evaluation der Hausarzt- und Facharztverträge in Baden-Württemberg betonten MEDI und SpiFa, dass die aktuell in der Koalitionsvereinbarung adressierten Versorgungsprobleme wie Wartezeit auf Termine beim Facharzt, Versorgung im ländlichen Raum, Case-Management neben der anerkannten Notwendigkeit einer guten primärärztlichen Versorgung nur mit einer motivierten Fachärzteschaft und dem Mut zu innovativen Versorgungsstrukturen zu lösen seien.

Den gemeinsamen Forderungskatalog finden Sie als pdf hier

 

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