Berufsverband Niedergelassener Chirurgen e.V.

Verein für konservative Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. gegründet

„In Deutschland wird zu viel operiert.“ Mit diesem Satz begründet der neue Verein für konservative Orthopädie und Unfallchirurgie e. V. seine Gründung. In einer ersten Pressemitteilung macht er neben dem Vergütungssystem der Diagnosis Related Group (DRG) auch die Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten verantwortlich: Beides habe sich immer stärker einseitig in Richtung Operationen verschoben worden. Die Generation der Ärzte, welche konservative Leistungen erlernt und angewendet hat, hingegen sei auf dem Rückzug. „Zudem verschwinden Kliniken mit konservativen orthopädischen Abteilungen und Unfallchirurgien mit Gipstechniken und werden ersetzt durch Versorgungsformen rein operativ ausgerichteter Kliniken“, heißt es in der Pressemitteilung. Darüber hinaus entstünden ambulante Zentren „mit Füllhornfunktion für angeschlossene Kliniken anstatt konservativ ausgerichteter Praxen in der Fläche als ambulante Versorgungsform zu implementieren“. Des Weiteren konzentriere sich der Facharztkatalog auf die Erbringung operativer Leistungen. Forschung und Wissenschaft forderten sichtbare Ergebnisse. Aber: „Operationen sind zählbar, konservative Ergebnisse nicht immer sichtbar.“

Aus diesem Dilemma heraus habe sich nun der VKOU gegründet. Ziel sei es, konservative Inhalte der Orthopädie und Unfallchirurgie mehr in den Vordergrund zu rücken. „Bei den Ärzten, Krankenkassen, Politikern und der Öffentlichkeit sollen konservative Methoden der Orthopädie und Unfallchirurgie mehr in der Versorgung in Deutschland an Bedeutung gewinnen. Ohne die Bedeutung einer guten operativen Versorgung durch Kliniken und Operateure infrage stellen zu wollen, sollen auch junge Ärzte die Möglichkeit erhalten, konservative Methoden, die heutzutage kaum mehr Anwendung finden, kennenzulernen“, heißt es in der Erklärung zur Gründung weiter. Vorsitzender des Vereins ist Dr. Dr. Philipp Roth, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, der jahrelang als konservativ tätiger leitender Arzt in Akut- und Rehakliniken sowie als niedergelassener Arzt in eigener Praxis gearbeitet hat.

Hierzu will der Verein Publikationen in den einschlägigen Medien veröffentlichen, im Gesundheitsbereich tätige Doktoranden und Organisationen unterstützen und jeden beraten, der Unterstützung in diesem Bereich benötigt. Eine Mitgliedschaft stehe jeder natürlichen und juristischen Person offen – sprich: Ärztinnen und Ärzte, Patientinnen und Patienten, Organisationen und Verbände usw.. Der Verein betonte, die aktive Mitarbeit sei ausdrücklich erwünscht, etwa im Rahmen von Beiträgen für Medien oder als Vereinsvertreter bei Organisationen. Der Mitgliedsbeitrag beträgt den Angaben zufolge 60,00 Euro pro Kalenderjahr, doch auch Spenden seien nötig, damit der Vereinszweck erreicht werden könne. Der Verein ist seit dem 04.12.2018 am Amtsgericht Würzburg eingetragen als e.V. und erfüllt die Voraussetzungen nach §§ 51, 59, 60 und 61 der AO.

Über die Homepage können Satzung und Mitgliedschaftsantrag heruntergeladen werden. Darüber hinaus bietet die Internetseite des VKOU derzeit noch nicht allzu viele Informationen: Die allermeisten Rubriken enthalten bislang nur Blindtext und werden wohl erst im Laufe der Zeit mit Inhalten gefüllt.

Veranstaltungen


 
22.–23. 2. 2019, Nürnberg: Bundeskongress Chirurgie 2019
Unter Mitwirkung von: Berufsverband der niedergelassenen Chirurgen Deutschland e.V., Berufsverband der Deutschen Chirurgen e.V., Bundesverband für Ambulantes Operieren e.V., Arbeitsgemeinschaften Niedergelassener Chirurgen, Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie e.V., Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V., Bundesverband der Durchgangsärzte e.V., Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen, Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie e.V., Deutsche Herniengesellschaft e.V., Deutsche Interessengemeinschaft für ambulante Handchirurgie e.V., Gesellschaft für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie e.V., Verband operativ tätiger Privatkliniken e.V.
 
22.–23. 2. 2019, Nürnberg: Bundeskongress Chirurgie 2019
Unter Mitwirkung von: Berufsverband der niedergelassenen Chirurgen Deutschland e.V., Berufsverband der Deutschen Chirurgen e.V., Bundesverband für Ambulantes Operieren e.V., Arbeitsgemeinschaften Niedergelassener Chirurgen, Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie e.V., Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V., Bundesverband der Durchgangsärzte e.V., Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen, Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie e.V. Deutsche Herniengesellschaft e.V., Deutsche Interessengemeinschaft für ambulante Handchirurgie e.V., Gesellschaft für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie e.V., Verband operativ tätiger Privatkliniken e.V.
 
8.–10. 3. 2019, Regensburg: 11. Regensburger Intensivkurs Dermatochirurgie
Themen u. a.: Spezielle Anatomie für die Dermatochirurgie, Lokalanästhesie, Nahtmaterialien, Nahttechniken, kleine Lappenplastiken, mikrographische Chirurgie, freie Transplantate, OP-Training am Schweinskopf
Aktuelles | Über den BNC | Bundeskongress | Für Patienten | Presse | Landesverbände | Mitgliederbereich | Partner | Veranstaltungen | Praxisbörse | Chirurgensuche | FAQ für Ärzte | Kontakt Berufsverband Niedergelassener Chirurgen e.V. © 2014 | Impressum | Datenschutzhinweise | Design & Umsetzung: zollsoft GmbH