Berufsverband Niedergelassener Chirurgen e.V.

Vom Patienten zum Experten: Erfahrungsberichte nach Arthroskopien im DART

Patienten können ihre Erfahrungen nach einer arthroskopisch durchgeführten Gelenk-OP an Knie, Hüfte oder Schulter im Deutschsprachigen Arthroskopieregister (DART) erfassen. Sie dokumentieren dabei über einen längeren Zeitraum ihren Gelenkzustand, ihre Zufriedenheit und etwaige Komplikationen und tragen damit zur Gelenkforschung bei. Auf die Möglichkeit und Bedeutung der Mitarbeit von Patienten hat die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) anlässlich des Tages der Arthroskopie am 1. Februar 2019 aufmerksam gemacht. „Mit der Beteiligung unserer Patienten an der Registerforschung können wir die Operationsergebnisse besser messen. Das hilft uns bei der Verbesserung unserer Behandlungen“, sagt Prof. Dr. Carsten Perka, stellvertretender DGOU-Präsident und Ärztlicher Direktor des Centrums für Muskuloskeletale Chirurgie der Charité – Universitätsmedizin Berlin. 

In Deutschland werden nach Angaben der DGOU jährlich mehr als 400.000 arthroskopische Eingriffe durchgeführt. Daten hierzu können seit Oktober 2017 im DART erfasst und wissenschaftlich ausgewertet werden. Die Arthroskopeure machen Angaben zur Erkrankung bzw. Verletzung, dem Gelenkbefund, der durchgeführten Operation sowie eventuellen Komplikationen. Patienten wiederum können mittels Online-Fragebogen ihre ganz persönlichen Einschätzungen ergänzen. „Jeder, bei dem eine Arthroskopie durchgeführt wurde, kann darüber berichten, wie sich das behandelte Gelenk nach der OP entwickelt hat“, sagte Prof. Philipp Niemeyer, Vertreter der DGOU-Sektion Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie (AGA) im DART.

Teilnahmebedingungen und Informationen für Patienten im Überblick:

  • Teilnehmen können Patienten, bei denen eine arthroskopische Operation an Knie-, Hüft-, Sprung- oder Schultergelenk geplant ist oder durchgeführt wurde.
  • Die Patienten müssen das 18. Lebensjahr vollendet haben.
  • Die Patienten werden über DART von ihrem Arzt aufgeklärt und willigen in die Teilnahme ein.
  • Die Patienten erhalten per E-Mail vor der Operation und zu insgesamt sechs Zeitpunkten nach der Operation einen Link zum Fragebogen (bis zu 10 Jahre nach der OP).
  • Arztfragebogen und Patientenfragebogen werden gemeinsam elektronisch ausgewertet.   

Als Ziel der Forschungsaktivitäten nannte die DGOU eine Verbesserung der Messbarkeit des Therapienutzens von Arthroskopien. Dafür sollten vorhandene Studien durch Ergebnisse aus der tatsächlichen Versorgungsrealität ergänzt werden. Darüber hinaus will man mit den aufbereiteten Messergebnissen eine noch höhere Sicherheit bei Arthroskopien gewährleisten. „Die Arthroskopie soll auch in Zukunft als wertvolle minimalinvasive OP-Technik Patienten schneller bei ihren Beschwerden helfen“, erklärte Priv.-Doz. Dr. Ralf Müller-Rath, Geschäftsführer der DART gGmbH. Die ausgewerteten Ergebnisse sollen später auch an Bürger, Krankenkassen, die Gesundheitspolitik und Medizinproduktehersteller weitergegeben werden. 2018 lagen die Daten von ca. 250 Patienten seit Start des Registers vor.

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