Berufsverband Niedergelassener Chirurgen e.V.

SpiFa-Mitgliederversammlung: Vorstand bestätigt und erweitert

Nach seiner Mitgliederversammlung am 30. August 2019 in Salzburg hat der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) eine ganze Reihe von Personalien bekanntgegeben. So wurde zum einen Dr. Dirk Heinrich als Vorstandsvorsitzenden des SpiFa für weitere 4 Jahre in seinem Amt bestätigt. Dr. Heinrich, Jahrgang 1959, gleichzeitig auch Präsident des Deutschen Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V. (BVHNO) und Bundesvorsitzender des NAV-Virchow-Bundes (NAV), erklärte in seinem Grundsatzreferat: „Wir haben erreicht, dass Fachärzte erstmals im Sozialgesetzbuch V verankert sind. Zum anderen ist der Weg in die Entbudgetierung begonnen und ich halte diesen Weg für unumkehrbar.“ Er appellierte außerdem an den Gesetzgeber, die gemeinsame und ärztliche Selbstverwaltung zu stärken und ihr wieder eine größere gestalterische Freiheit zu gewähren, anstatt sie ständig weiter einzuschränken.

Ebenfalls im SpiFa-Vorstand bestätigt wurden der Internist Dr. Hans-Friedrich Spies, der Gynokologe Dr. Christian Albring und der Urologe Dr. Axel Schroeder. Spies ist Jahrgang 1944, Vorstand des Berufsverbandes Deutscher Internisten e.V. (BDI) und stellte klar, „dass die Fachärzte die Digitalisierung grundsätzlich begrüßen, wir bestehen aber darauf, dass sie unterstützend eingesetzt wird und die Verantwortlichkeiten klar geregelt werden.“ Albring, Jahrgang 1952 und Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte e.V. (BVF), positionierte sich zur geplanten Reform der Psychotherapeutenausbildung: „Wir Fachärzte lehnen die Ausgrenzung des Sprechens auf einen neuen Heilberuf ‚Psychotherapeut’ als vollumfänglich ab.“ Die Berufsbezeichnung ‚Psychotherapeut’ sei eine Patiententäuschung, da dieser neue Heilberuf gar keine Psychotherapie erlernt habe. „Wir schlagen daher vor, das neue Berufsbild „therapeutischer Psychologe“ zu benennen“, erklärte Albring. Schroeder, Jahrgang 1953 und Präsident des Berufsverbandes Deutscher Urologen e.V. (BvDU) warnte vor der Substitution und Delegation ärztlicher Leistungen in mehreren Gesetzesvorhaben zur Reform der Gesundheitsberufe, die vom SpiFa entschieden abgelehnt würden: „Es fehlen bisher klare Regelungen zur Verteilung der Kompetenzen und zu Fragen der Haftung. Die Substitution kann nicht die Antwort der Politik auf den Ärztemangel sein“, sagte Schroeder.

Außerdem hat der SpiFa ein fünftes Mitglied in seinen Vorstand gewählt. Dr. Helmut Weinhart, Jahrgang 1958, ist Schatzmeister des BVOU und als niedergelassener Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie zudem verantwortlich für das BVOU-Referat ‚Niedergelassene Operateure‘. Daher sieht er seinen thematischen Schwerpunkt an der Schnittstelle ambulant/stationär im SpiFa-Vorstand. „Wir bewerten die Eckpunkte, die im Mai dieses Jahres von der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur sektorenübergreifenden Versorgung vorgelegt wurden, kritisch. Eine einseitige Öffnung der Krankenhäuser für die ambulante Versorgung ist nicht zielführend und vom teuersten Ende des Versorgungsgeschehens gedacht“, sagte Weinhart nach seiner Wahl in Salzburg. An der Aufrechterhaltung der Sektorengrenze zwischen ambulanter und stationärer Versorgung hätten die Fachärzte grundsätzlich kein Interesse.

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