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SpiFa legt Konzept für sektorenübergreifende Versorgung vor

Am ersten September-Wochenende hat die Mitgliederversammlung des Spitzenverbands Fachärzte (SpiFa) einstimmig ein Konzept für intersektorale ärztliche Leistungen verabschiedet. Wie der Verband mitteilte, sind die Arbeiten und ersten Eckpunkte der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur sektorenübergreifenden Versorgung der Hintergrund für das neue Konzept, das acht Seiten umfasst und hier heruntergeladen werden kann. Die Grenze ambulant-stationär müsse abgebaut werden. Dr. Hans-Friedrich Spies, Vorstandsmitglied des SpiFa, erklärte dazu: „Heute bestimmt immer öfter der Zustand des Patienten und nicht die Leistung an sich, ob der Patient ambulant oder stationär behandelt wird. Dem muss die Ordnungspolitik der Zukunft Rechnung tragen und die derzeit gültigen gesetzlichen Vorgaben neu ordnen.“

Im Sozialgesetzbuch V gehe es dabei um die §§ 115 bis 121 – angefangen vom Ambulanten Operieren über die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) bis hin zur belegärztlichen Versorgung. Der SpiFa legte deshalb einen Gesetzesvorschlag vor, der alle seitherigen Regelungen in einem § 115 neu zusammenfasst. Bei den so definierten intersektoralen ärztlichen Leistungen würden neben den seitherigen Regelungen in den angesprochenen Paragrafen auch alle stationären Fälle mit einbezogen, die in der Regel 4 Tage Liegedauer nicht überschreiten. Generell solle das Prinzip „ambulant vor stationär“ konsequent dadurch umgesetzt werden, dass die Erkrankungen zunächst grundsätzlich ambulant behandelt werden müssen. Eine stationäre Behandlung erfordert nach dem SpiFa-Konzept eine medizinische Begründung, überprüft wird der Vorgang vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen.

Nach Vorstellung des SpiFa übernimmt die Krankenkasse unmittelbar die Vergütung an den jeweiligen Leistungserbringer. Sie wird zwischen dem Spitzenverband Bund, der Deutschen Krankenhausgesellschaft und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung nach einer einheitlichen Kalkulationssystematik vereinbart. Die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung muss bei der vertragsärztlichen Versorgung entsprechend bereinigt werden. Da allerdings bereits jetzt das Ambulante Operieren und belegärztliche Leistungen extrabudgetär bezahlt werden, erübrige sich eine Bereinigung im großen Stil.

„Der SpiFa macht damit einem praktikablen Vorschlag für Klinik und Praxis, der die Grenze ambulant-stationär flexibel öffnet und der die Versorgungsqualität für die Patientensicherheit verbessern wird“, schloss Spies.

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