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BVASK warnt: Bei Schulterluxation verhindert nur eine OP Folgeschäden

Eine Schulterluxation ist ein sehr schmerzhaftes Ereignis, bei dem Bänder und Kapselgewebe zerreißen. Trotzdem wird häufig dazu geraten, den Arm zunächst in einer Schlinge ruhig zu stellen und durch eine nicht-operative Behandlung das Ergebnis abzuwarten. Der Berufsverband für Arthroskopie (BVASK) www.bvask.de hat nun vor zu langem Zuwarten gewarnt: „Je jünger und je aktiver ein Patient ist, desto höher ist jedoch das Risiko, dass die Schulter instabil bleibt und erneut auskugelt. Manchmal sogar bei alltäglichen Bewegungen“, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung. Der BVASK sieht sich dabei durch zwei neue Studien bestätigt. Beide sind im American Journal of Sports Medicine erschienen, sie können hier und hier im Original abgerufen werden.

Man habe lange Zeit übersehen, dass es bei einer Luxation zu kleinen Frakturen an der Gelenkpfanne und am Oberarm kommt. Würden diese Knochenbrüche nicht repariert, baue der Körper die abgerissenen Knochenstücke mit der Zeit ab. Hierdurch verliere die Schulter zunehmend ihre knöcherne Führung und bleibt instabil. Die beiden Studien hätten unabhängig voneinander gezeigt, dass solche Knochenveränderungen zunehmen und bei nahezu allen Patienten zu finden sind, die ein zweites Mal eine Schulterluxation erleben.

Dr. Müller-Rath, 1. Vorsitzender des BVASK, erklärte hierzu: „Der häufig zu hörende ärztliche Rat zu einer nicht-operativen Behandlung birgt für den Patienten also ein großes Risiko. Denn eine Operation zur Stabilisierung der Schulter ist wesentlich aufwändiger, wenn die Knochenschäden zugenommen haben. Häufig muss dann Knochen transplantiert werden. Solche Operationen sind schwierig und risikoreich. Dies lässt sich jedoch vermeiden, wenn schon nach der ersten Verrenkung der Gewebeschaden in einer Operation repariert wird. Damit sinkt das Risiko einer zweiten Verrenkung mit zunehmenden Knochenschäden.“

 

Die Operation könne heutzutage minimal-invasiv durch arthroskopische Technik erfolgen. Bei dieser Technik werde eine Kameraoptik in das Gelenk eingeführt und die zerstörten Gewebe mit Spezialinstrumenten unter optimaler Sicht repariert. Die sehr kleinen Hautschnitte verminderten zusätzlich das Risiko einer Infektion. Die schonende Technik verringere die mit der Operation verbundenen Schmerzen.

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