Berufsverband Niedergelassener Chirurgen e.V.

Zwischen Politik und Ärzteschaft herrscht Unklarheit darüber, unter welchen Voraussetzungen vertragsärztlichen Praxen Kurzarbeitergeld für ihr Personal gewährt werden kann. Während aus den Bundearbeitsministerium zu hören ist, dass dies wegen der gewährten Ausgleichszahlungen grundsätzlich nicht möglich sei, pocht der Spitzenverband Fachärzte (SpiFa) auf Einzelfallprüfungen.

Erhebliches Untergewicht der Patientin kann ein berechtigtes Argument dafür sein, eine geplante Operation stationär durchzuführen, die unter anderen Umständen laut AOP-Vertrag ambulant erbracht werden muss. Dies hat das Sozialgericht Detmold entschieden, nachdem der Medizinische Dienst die Vergütung der stationären Operation bemängelt hatte.

Die Deutsche Gesellschaft für Angiologie (DGA) befürchtet, dass es infolge reduzierter Arztbesuche zu mehr Amputationen infolge von Gefäßerkrankungen kommen könnte. Werden Gefäßleiden zu spät therapiert, hilft auch die vom Gemeinsamen Bundesausschuss bewilligte Zweitmeinung im Vorfeld von Amputationen nicht mehr. Um die Versorgung chronischer Wunden zu sichern, wünscht sich der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) flexiblere Regelungen.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte über das Wochenende einiges an Kritik dafür einstecken müssen, dass er gegen die Stimme der Ärzteschaft die Möglichkeit der telefonischen Bestätigung der Arbeitsunfähigkeit nicht über den 19. April hinaus verlängern wollte. Nun kündigte der G-BA eine erneute Beschlussfassung an, mit der diese Option „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ verlängert wird.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat gegenüber dem BNC klargestellt, dass auch ambulantes und belegärztliches Operieren in ambulanten Gesundheitseinrichtungen im sogenannten Rettungsschirm des Krankenhaus-Covid-Entlastungsungsgesetzes enthalten sind. Der BNC-Vorsitzende Dr. Christoph Schüürmann lobte dies als eine „im Vergleich zu anderen Branchen sicher eine gute Nachricht“.

Das öffentliche Leben steht still, die Bundesregierung rät, zu Hause zu bleiben. Viele Menschen halten sich daran, was für Patienten mit Gefäßerkrankungen gefährlich werden und im schlimmsten Fall zu Amputationen führen kann. Deshalb sollten Patienten mit schweren Gefäßerkrankungen unbedingt ihre Termine wahrnehmen und ihren Arzt konsultieren, mahnt die Deutsche Gesellschaft für Angiologie (DGA).

Weitreichende Lockerungen der pandemiebedingten Einschränkungen sind nach Einschätzung des BNC-Vorsitzenden Dr. Christoph Schüürmann auch nach dem 20. April 2020 nur schwer vorstellbar. Umso wichtiger ist es für niedergelassene Chirurgen, dass endlich Klarheit bezüglich der Ausgleichszahlungen für EGV-Leistungen hergestellt wird, also u.a. das Ambulante Operieren.

Am 26. März 2020 ist der promovierte Arzt, Master of Public Health, Staatssekretär a. D. und Gründer des Instituts für Gesundheits-System-Forschung Kiel (IGSF) im Alter von 97 Jahren gestorben. Dies hat der Virchowbund mitgeteilt. Den niedergelassenen Chirurgen dürfte u. a. sein Auftritt beim Bundeskongress Chirurgie 2010 in Erinnerung sein.

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