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Wegen Corona-Pandemie: Gutachten für neuen AOP-Katalog liegt auf Eis

Die Corona-Pandemie hat die Prioritäten im Gesundheitswesen an vielen Fronten verschoben. Dies macht sich auch auf dem Gebiet des Ambulanten Operierens bemerkbar. So hatte die Bundesregierung im November 2019 mit dem MDK-Reformgesetz festgelegt, dass die Selbstverwaltung ein Gutachten über einen neuen Katalog ambulanter stationsersetzender Leistungen beauftragen und sich auf dieser Grundlage anschließend über eine einheitliche ambulant-stationäre Vergütung für das Ambulante Operieren auf Basis des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs (EBM) verständigen soll. Das geforderte Gutachten sollte bis zum 31. März 2020 beauftragt und binnen eines Jahres erstellt werden. Bis zum 30. Juni 2021 hätte dann bereits der neue AOP-Katalog verabschiedet werden sollen.

Zweifel an dem geplanten Vorhaben gab es von Anfang an: Der Zeitplan sei viel zu ambitioniert, der EBM generell als Vergütungsgrundlage ungeeignet, hatten sachkundige Experten kritisiert. Doch nun ist im Zuge der Corona-Pandemie sang- und klanglos die Frist für die Beauftragung des Gutachtens abgelaufen, ohne dass auf Seiten der Selbstverwaltung oder der Bund-Länder-Arbeitsgruppe irgendwelche Aktivitäten zur Neuregelung des Ambulanten Operierens an der Schnittstelle zwischen ambulanter und stationärer Versorgung erkennbar wären. Damit ist davon auszugehen, dass es nicht vor Januar 2022 zu einer Vereinbarung der Selbstverwaltungspartner zum Ambulanten Operieren kommen wird.

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