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OECD-Studie zu Wartezeiten beim Facharzt: Deutschland schneidet gut ab

So geht aus der neuen OECD-Studie „Waiting Times for Health Services: Next in Line” hervor, dass im Jahre 2016 hierzulande 25 Prozent der Befragten länger als einen Monat auf einen Termin beim Facharzt warten mussten. Deutschland weist demnach zusammen mit der Schweiz und den Niederlanden die kürzesten Wartezeiten auf. Die längsten Wartezeiten gibt es der Studie zufolge in Schweden, Norwegen und Kanada, wo mehr als 50 Prozent (Schweden) bzw. sogar über 60 Prozent (Kanada, Norwegen) der Befragten angaben, einen Monat oder länger auf einen Termin zu warten. Daneben schildert die OECD-Studie, welche Maßnahmen bzw. gesundheitspolitischen Strategien in den einzelnen Ländern verfolgt werden, um Wartezeiten auf elektive Operationen, Krebstherapien sowie andere fachärztliche Leistungen zu verringern. In diesen Kapiteln fehlen Hinweise auf entsprechende deutsche Daten leider, sodass der internationale Vergleich aus der deutschen Perspektive im Detail nicht möglich ist.

Für den Spitzenverband Fachärzte (SpiFa) ist die OECD-Studie dennoch Anlass genug, auf die leistungsfähige fachärztliche Versorgung in Deutschland hinzuweisen. „Ein zeitnaher Zugang zur Versorgung ist ein Qualitätsmerkmal eines funktionierenden Gesundheitssystems, das immer wiederkehrende Thema der Wartezeiten auf ambulante Arzttermine in der gesundheitspolitischen Debatte zeigt das mehr als deutlich“, heißt es in einer SpiFa-Stellungnahme. „Damit wird klar, dass in Deutschland ein zeitgerechter Zugang zu notwendiger Versorgung für jeden Patienten nicht nur gewährleistet ist, sondern schneller möglich ist als in den allermeisten Systemen im OECD-Raum. Fortgesetzte Forderungen an die Ärzteschaft in Deutschland, nach noch schnelleren Terminen, zudem beim Wunscharzt, sollten damit auch als das erkennbar sein, was sie sind, reine Luxusdebatten“, erklärte Lars F. Lindemann, Hauptgeschäftsführer des SpiFa, und ergänzte: „Mit Inkrafttreten des TSVG konnten zudem weitere Lösungsansätze zur weiteren Verkürzung der Wartezeiten, wie zum Beispiel die Verpflichtung der grundversorgenden Fachärzte zu mindestens fünf offenen Sprechstunden in der Woche, gefunden werden.“

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