Berufsverband Niedergelassener Chirurgen e.V.

VDÄPC verzeichnet erhöhte Nachfrage nach Schönheitskorrekturen im Gesicht

Auf einer Pressekonferenz im Rahmen des medizinischen Fachkongresses der XX. Frühjahrsakademie der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch Plastischen Chirurgen (VDÄPC), der Anfang Juli 2020 in Düsseldorf stattgefunden hat, äußerte sich die VDÄPC zu den Auswirkungen und Folgen der Corona-Pandemie auf die sogenannte Schönheitsbranche. So erklärte VDÄPC-Präsident Prof. Dennis von Heimburg: „Die Art der Nachfrage nach ästhetischen Behandlungen hat sich seit der Coronakrise verändert.“ Der Lockdown habe bei Patienten vermehrt den Wunsch nach straffen Augenpartien und schlanken Körpern geweckt. Aber auch mehr Lippenkorrekturen seien gefragt.

Allgemein fragten Patienten seit COVID-19 häufiger nach ästhetischen Eingriffen im Gesicht. VDÄPC-Tagungspräsident Dr. Karl Schuhmann berichtete: „Die Maskenpflicht verändert den Blick in den Spiegel.“ Richte sich der Blick vieler Menschen sonst auf das ganze Gesicht, so konzentriere sich die Aufmerksamkeit infolge der Maske nun auf die Augenpartie. „Lidstraffungen erleben durch Corona einen Boom“, sagte Dr. Schuhmann. Er beobachte aber noch einen weiteren Effekt der Maskenpflicht: „Lippenkorrekturen können kurzfristig zu blauen Flecken, Rötungen oder Schwellungen führen. Eine Maske verdeckt Schwellungen nach einer Lippenkorrektur“. Schuhmann sieht darin den Grund der stärkeren Nachfrage nach Lippenkorrekturen. 

Auch das Interesse an Fettabsaugungen sei seit der Corona-Pandemie bei Frauen und Männern deutlich angestiegen, so die Beobachtung von Dr. Murat Dagdelen, ebenfalls Tagungspräsident der VDÄPC-Frühjahrsakademie. Seine Erklärung: „Während der Zeit im Homeoffice haben viele an Gewicht zugenommen.“ Generell nutzten viele Patienten die Coronakrise zur Selbstoptimierung. „Die Patienten haben mehr Zeit, sich mit ihrem Äußeren zu beschäftigen“, stellte Dr. Dagdelen fest. „Der Wunsch nach einer frischen Optik führt zu einer erhöhten Nachfrage nach Anwendungen mit Hyaluron und Botulinumtoxin.“ Daher erwarte die VDÄPC im Zuge der Lockerungen einen Boom der minimal invasiven Operationen. „Viele Patienten wollen auf dem veränderten Arbeitsmarkt konkurrenzfähig sein“, erläuterte Prof. von Heimburg.

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