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SpiFa: Diskussion über neue Grundsatzprogrammatik

Am vergangenen Wochenende trafen sich die Mitgliedsverbände des Spitzenverbands Fachärzte (SpiFa) zu ihrer ersten Präsenzsitzung während der Corona-Pandemie in Berlin und gingen in Klausur. Wie der SpiFa mitteilte, wurde in der Diskussion deutlich, dass der Dachverband für den freien Beruf Arzt und die nach wie vor als Idealbild anzustrebende selbständige Ausübung des Berufes steht.

Für den Facharzt in der Praxis, aber auch in der Klinik, seien die sich aus der Freiberuflichkeit ergebenden Rechte und Pflichten des Berufsstandes die Grundlage für ein wirksames Eintreten für das Patientenwohl. Dies gelte insbesondere vor dem Hintergrund einer immer stärker platzgreifenden einnahmeorientierten Ausgabenpolitik. „Wenn Öffentlichkeit, Politik, Gesetzgeber aber auch die verfassten Organe der ärztlichen Selbstverwaltung dieses Primat in Frage stellen, wird der SpiFa dies anprangern und dagegen agieren“, erklärte Dr. Dirk Heinrich, Vorstandsvorsitzender des SpiFa. 

Die Mitgliederversammlung diskutierte zudem über eine Struktur der Versorgung in Deutschland, bei der der Patient und nicht die „Sektorenegozentrik“ der Institutionen im Vordergrund steht. „Patienten wollen die bestmögliche Versorgung, unabhängig davon, ob diese ambulant oder stationär stattfindet. Sektorengrenzen sind aus medizinisch-ärztlicher Sicht überholt, dienen allein der ökonomischen Steuerung und behindern eine patientengerechte Versorgung. In der Überwindung der Sektorenegozentrik sieht der SpiFa auch die Chance für Krankenhausärzte, ihre Tätigkeit wieder stärker an den Grundsätzen des freien Berufes zu orientieren“, sagte Heinrich weiter.

Die Mitgliedsverbände des SpiFa sähen darum die dringende Notwendigkeit, die eigene Grundsatzprogrammatik zu überarbeiten. Dies solle bis zum Dezember 2020 erfolgen. Hierbei will man klar herausarbeiten, dass „ärztliche Verantwortung für den Patienten niemals teilbar ist; deren Teilung ist weder menschlich noch rechtlich und niemals medizinisch zu begründen“, kündigte Heinrich an.

 

 

 

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