Berufsverband Niedergelassener Chirurgen e.V.

Eine der Lehren aus Corona-Pandemie: Ambulante Medizin stärken

„Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte bilden seit Beginn der Corona-Pandemie den Schutzwall unseres Gesundheitswesens: 19 von 20 COVID-19-Patienten werden ambulant behandelt. Das frühe Unterbrechen von Infektionsketten im Frühjahr war ein Grund dafür, dass Deutschland bislang so gut durch die Krise gekommen ist. Nun ist es an der Zeit, erste Lehren aus der Pandemie zu ziehen und praktikable Wege für das weitere Handeln aufzuzeigen, um auf ein eventuelles Wiedererstarken der Corona-Krise vorbereitet zu sein.“ Mit diesen Worten präsentierte Dr. Andreas Gassen, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Anfang Oktober 2020 ein aktuelles Positionspapier, das die Selbstverwaltung gemeinsam mit der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) vorgelegt hat. Damit das ambulante Bollwerk auch in solch außergewöhnlichen Situationen stabil bleiben kann, bedürfe es eines zukunftsfähigen Fundaments für die Vertragsärzteschaft und Vertragszahnärzteschaft. Das gemeinsame Positionspapier zur Pandemie-Bewältigung und Handlungsbedarfen in der ambulanten vertragsärztlichen und vertragszahnärztlichen Versorgung gliedert sich in folgende Forderungen:

1. Verzerrungsfreie Fortschreibung der Gesamtvergütungen

2. Verlässlicher Schutzmechanismus für die ärztliche und zahnärztliche Versorgung

3. Beschaffung und Bevorratung von Schutzausrüstung sicherstellen

4. Finanzielle Entlastungen bei der Digitalisierung auch für den ambulanten Sektor

5. Unterstützung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Praxen

6. Stärkung der Selbstverwaltung

Es kann hier https://www.kbv.de/html/48407.php abgerufen werden.

Auch der Virchowbund hat Zwischenbilanz gezogen und fordert in seinem Oktober-Newsletter dazu auf, jetzt die richtigen Lehren aus Corona zu ziehen. Wie auch die KBV betont der Verband die herausragende Rolle der ambulanten Versorgung: „6 von 7 Corona-Patienten konnten ambulant behandelt werden. Kliniken konnten sich auf die Behandlung der wirklich schweren Fälle konzentrieren“, heißt es in dem Newsletter. Daher müsse insbesondere der ambulante Bereich des Gesundheitswesens gefördert werden. Die Forderungen des Virchowbunds decken sich größtenteils mit denen der KBV:
 

1. Fortführung des Schutzschirms als Rückversicherung zum Erhalt der wichtigen ambulanten Strukturen

2. Bevorratung von ausreichender Schutzausrüstung für den ambulanten Bereich

3. Massive finanzielle Förderung zur Digitalisierung der ambulanten Versorgung, analog zu den Krankenhäusern

4. Wiedereinführung der eAU nach telefonischem Kontakt bei Anstieg der Infektionszahlen

5. Verlängerung der hygienebezogenen Maßnahmen auch im Bereich der PKV

6. Einführung von Leistungsziffern im EBM bei symptomlosen Testungen

Einen entsprechender Antrag will der Verband bei seiner Bundeshauptversammlung am 6.11. einbringen.

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