Berufsverband Niedergelassener Chirurgen e.V.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat mit Blick auf die zurückliegende erste Welle der Corona-Pandemie ein Positionspapier vorgelegt und bei der Gelegenheit kräftig gegen die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte ausgeteilt. Der ambulante Sektor sei während der Pandemie an seine Grenzen geraten, die ambulante Versorgung gehöre daher an die Kliniken. Der Protest der Gegenseite ließ natürlich nicht lange auf sich warten.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat in einer Studie analysiert, wie lang Menschen im internationalen Vergleich auf Arzttermine bei Spezialisten warten müssen. Soweit deutsche Daten in die Analyse eingeflossen sind, schneidet Deutschland gut ab.

Seit dem 1. Juli 2020 steht Prof. Michael Ehrenfeld an der Spitze der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH). Der Direktor der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität München übernimmt das Präsidentenamt turnusgemäß für ein Jahr von Prof. Thomas Schmitz-Rixen.

Von Kurzarbeit betroffen waren nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit allein in deutschen Facharztpraxen über 91.000 Personen. Im März 2020 hatten nur in knapp 1.000 Facharztpraxen für gut 9.200 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt.

Die erste Infektionswelle ist vorüber, das öffentliche und wirtschaftliche Leben wird sukzessive wieder hochgefahren. Zeit für erste Zwischenbilanzen und Prognosen für die Zukunft, wie sie die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina nun vorgelegt hat. Doch die Aussagen in deren Ad-hoc-Stellungnahme stoßen bei den ärztlichen Verbänden nicht unbedingt auf Begeisterung.

Die Covid-19-Pandemie hat in den vergangenen Wochen den Alltag in chirurgischen Praxen, aber auch in der Redaktion der Verbandszeitschrift von BNC und BAO durcheinandergewirbelt. In der druckfrisch eingetroffenen Ausgabe finden sich aktuelle Einschätzungen der Verbände zur derzeitigen Lage. Daneben aber auch die regulären und von langer Hand geplanten Themen in den Rubriken Berufspolitik, Service und Medizin.

Bisherige Untersuchungen zur Pandemieprävention und -bekämpfung sind vor allem auf das Krankenhaus und den stationären Sektor fokussiert. Der ambulante Sektor und die Rolle von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sind bisher wenig erforscht. Dies soll sich nun mit einer Befragung unter 18.000 niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten ändern – allerdings liegt der Fokus auf Fachgruppen, die vorwiegend chronische Erkrankungen behandeln.

In der Hochphase der Corona-Pandemie in Deutschland ist die Zahl der Besuche in Facharztpraxen massiv zurückgegangen. Das meldete der Norddeutsche Rundfunk (NDR), der eine Umfrage bei Berufsverbänden sowie Kassenärztlichen und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen gemacht hat.

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