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OP-Barometer 2013: Pflegepersonal sieht weiter große Defizite im Krankenhaus

An der Fachhochschule Frankfurt am Main (FH FFM) liegen erste Ergebnisse des OP-Barometers 2013 vor. Das OP-Barometer ist eine alle zwei Jahre durchgeführte Befragung zur Arbeitssituation von Pflegekräften im Operations(OP)- und Anästhesie-Bereich an deutschen Krankenhäusern. Sie wurde 2008 von Prof. Thomas Busse, Direktor des Zentrums für Gesundheitswirtschaft und -recht (ZGWR) an der FH FFM, initiiert. Wie die FH FFM mitteilte, haben sich rund 1.400 OP- und Anästhesiepflegekräfte aus ganz Deutschland am OP-Barometer 2013 beteiligt, darunter 51 Prozent OP-Pflegekräfte, 38 Prozent Anästhesie-Pflegekräfte und 11 Prozent operationstechnische Assistent(inn)en.

Die Problematik der Steri-Qualität hat sich demzufolge gegenüber 2011 leicht entschärft; 39 Prozent der Befragten hätten angegeben, dass an ihrem Arbeitsplatz Schwierigkeiten mit der Sterilität des OP-Bestecks bestehen (2011: 44 Prozent). „Ein nach wie vor suboptimaler Wert, mit dem gearbeitet werden muss“, bekräftigte Busse. Zugleich habe die Patientengefährdung nach Einschätzung der Befragten seit 2011 von 45 auf 49 Prozent zugenommen: „Dies ist eine beunruhigende Rückmeldung. Die Verschlechterung erfordert meines Erachtens dringend, dass sich die Kliniken um Abhilfe bemühen“, betonte Busse. Die fachliche Qualität des OP-Bereichs, in dem sie tätig sind, schätzten die Pflegekräfte unterschiedlich ein: Mehr als die Hälfte (61 Prozent) würde sich zwar im eigenen Haus operieren lassen, 18 Prozent wollen sich nicht festlegen, aber 21 Prozent lehnen eine Operation in ihrem Bereich ab.

„Die OP-Bereiche in Krankenhäusern leiden zunehmend darunter, dass Pflegepersonal qualitativ und quantitativ nicht ausreichend zur Verfügung steht. Diese Verknappung steht in schmerzlichem Gegensatz zum steigenden OP-Bedarf. Viele Operationen müssen wegen Pflegemangels verschoben oder von anderen Krankenhäusern erbracht werden; eine Zumutung auch für die Patienten“, kommentierte Busse die Ergebnisse. Die Befragten kritisierten zudem die organisatorischen Defizite ihres Bereichs: Die entsprechende Bewertung der Organisation habe sich leicht verschlechtert (31 Prozent, 2011: 28 Prozent); nur rund die Hälfte sei mit der Organisation in ihrem OP-Saal zufrieden.

Wie die FH FFM mitteilte, können die aufbereiteten Ergebnisse des OP-Barometers 2013 ab April 2014 unter www.zgwr.de abgerufen oder per Mail angefordert werden.


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