Berufsverband Niedergelassener Chirurgen e.V.

Wahlen zur Ärztekammer Nordrhein: Versorgerfachärzte gewinnen aus dem Stand neun Sitze

Freut sich über den Erfolg der Liste der Versorgerfachärzte in Nordrhein: der ANC-Vorsitzende Dr. Manfred Weisweiler

Hauptwahlleiter Dr. Heinrich Schüller hat am Samstag (14. Juni 2014) in Düsseldorf die vorläufigen Ergebnisse der Wahlen zur Kammerversammlung und zu den Kreisstellenvorständen der Ärztekammer Nordrhein bekannt gegeben. Danach beträgt die Beteiligung an der Wahl zur Kammerversammlung 45,4 Prozent und ist damit gegenüber den Wahlen 2009 (45,7 Prozent) stabil geblieben. Stärkste Kraft in der Kammerversammlung wird den Angaben zufolge mit 54 Sitzen erneut der Marburger Bund sein, der den amtierenden Präsidenten Rudolf Henke stellt. Das Bündnis VoxMed, dem der amtierende Vizepräsident Bernd Zimmer angehört, kommt vor Fraktionsbildung auf mindestens 21 Sitze. Ebenfalls mindestens 21 Sitze gehen an das Ärztebündnis Nordrhein/Freie Selbstverwaltung. Die Listen der Versorgerfachärzte Nordrhein, die erstmals für die Kammerversammlung kandidierten, errangen 9 Sitze. 4 Sitze entfallen auf die Neue Liste Psychotherapie, 3 auf die Freie Ärzteschaft. Die restlichen 9 der insgesamt 121 Sitze verteilen sich auf sieben weitere Listen.

Die niedergelassenen Chirurgen in Nordrhein freuen sich über das gute Abschneiden der Liste der Versorgerfachärzte. Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Niedergelassener Chirurgen (ANC) Nordrhein, Dr. Manfred Weisweiler, erklärte hierzu: „Unsere Liste war erfolgreich – der erste Zusammenschluss der nordrheinischen Fachärzte schneidet aus dem Stand gut ab. Fünf Sitze in Bezirk Düsseldorf und vier Sitze im Bezirk Köln - und sogar Fraktionsstärke: Nach dem Marburger Bund sind wir die stärkste Einzelliste in den Bezirken Köln und Düsseldorf!“ Angestoßen wurde die Liste vom Facharztverband Nordrhein (FAVNo), in dem aktuell sieben fachärztliche Berufsverbände und Netze zusammengeschlossen sind. „Wir arbeiten darin über Wahlen hinaus zusammen. Die Kammerwahlen waren der erste und zugleich erfolgreiche Aufschlag“, berichtete Weisweiler. Als besonders erfreulich bezeichnete der ANC-Vorsitzende die Tatsache, dass es auch gelungen sei, junge Verbände wie den nordrheinischen Ableger des BVNF auf der Liste einzubinden.

Die Versorgerfachärzte verfolgen folgende Ziele:

- feste, unbudgetierte Preise für fachärztliche Leistungen,

- GOÄ-Reform nicht zum Dumpingpreis,

- flexible Weiter- und Fortbildung mit großem Anteil in der ambulanten Versorgung,

- Erhalt der wohnortnahen fachärztlichen Patientenversorgung und

- mehr Einmischung in die Landespolitik.    

Speziell für die Chirurgen bedeutet das:

- Das Haftungsrecht muss sich den Beschränkungen des Sozialrechts anpassen, keine Vollhaftung für Behandlungsleistungen ohne Gegenfinanzierung.

- Versicherungen: Haftung muss bezahlbar und versicherbar bleiben.

- Keine Facharztleistung zu Dumpingpreisen ohne Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit für das Unternehmen Arztpraxis.

- Anpassung der Weiterbildungsordnungen an die Herausforderungen der Zukunft. Das bedeutet breit ausgebildete Fachärzte anstelle von Superspezialisierung.

- Sicherung der ärztlichen Altersversorgung auf angemessenem Niveau.

- Förderung der ärztlichen Freiberuflichkeit als Wert an sich.

Weisweiler schloss: „Wir freuen uns, dass wir unter diesem Programm so viele Gruppierungen sammeln und diese unter unserer Flagge zum Erfolg führen konnten. Damit haben wir die Geschlossenheit der Fachärzte demonstriert.“

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