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WHO-Leitlinie zur Vermeidung chirurgischer Wundinfektionen veröffentlicht

Am 3. November 2016 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstmals eine Leitlinie zur Vermeidung chirurgischer Wundinfektionen publiziert. Ziel der neuen Leitlinien ist es, die weltweit steigende Belastung von Patienten und Gesundheitssystemen durch operationsbedingte Infektionen zu verringern. Die „Global Guidelines on the Prevention of Surgical Site Infection“ umfassen 186 Seiten mit 29 konkreten Empfehlungen, die von 20 weltweit führenden Experten auf Basis aktueller Evidenz aus 20 Reviews erarbeitet wurden.

Bislang hatte es keine internationalen evidenzbasierten Leitlinien zur Vermeidung von SSI gegeben. Die WHO bezeichnete es als Vorteil, dass die neue Leitlinie für jedes Land gilt, aber an lokale Gegebenheiten angepasst werden kann. Zudem berücksichtige sie die Stärke der jeweiligen wissenschaftlichen Evidenz, die Kosten und Ressourcen sowie die Wünsche und Bedürfnisse der Patienten. Die Leitlinie soll die heute weit verbreitete „Surgical Safety Checklist“ der WHO ergänzen, die bereits viele Empfehlungen zur Sicherheit beinhaltet.

Neben der Patientensicherheit ist es ein weiteres wichtiges Ziel der neuen Leitlinie, Antibiotika-Resistenzen zu reduzieren: Eine chirurgische Antibiotikaprophylaxe soll daher nur noch 120 Minuten vor und unmittelbar vor der Inzision angewendet werden und nicht mehr postoperativ.

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