Berufsverband Niedergelassener Chirurgen e.V.

Bei ihrer letzten Vertreterversammlung (VV) im laufenden Jahr 2020 hat die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) die Kündigung der Förderverträge zum Ambulanten Operieren durch die Krankenkassen erneut heftig kritisiert. Die VV stimmte einem Antrag zu, wonach die Kassen aufgefordert werden, die Verhandlungen erneut aufzunehmen.

Die vom Medi-Verbund in Baden-Württemberg unterstützten Musterklage von Vertragsärzten gegen die unzureichende Kostenerstattung für den Anschluss der Arztpraxis an die Telematikinfrastruktur wurde zurückgewiesen.

Aufgrund der aktuellen Lage haben die Teilnehmer der digitalen Delegiertentagung des BNC am 7. November 2020 einstimmig beschlossen, den Bundeskongress Chirurgie 2021 abzusagen. Der Vorstand des BAO und auch die Kongressorganisation hatten sich angesichts der organisatorischen und wirtschaftlichen Unabwägbarkeiten bereits im Vorfeld für eine Absage ausgesprochen. Ein digitaler Kongress als Alternative kam für die Verbände und die Kongressorganisation nicht in Frage.

Die nordrheinischen Berufsverbände der Chirurgen, Orthopäden, Urologen, HNO-Ärzte, Gynäkologen, Anästhesisten, Hautärzte und der niedergelassenen Gastroenterologen warnen, dass das jähe Ende des bewährten und wirtschaftlichen Vertrags eine patientennahe Hochleistungsversorgung mit extrem niedrigen Infektionsquoten liquidieren könnte.

Nach § 4 der neuen Verordnung zum Anspruch auf Testung (Corona-Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums vom 14.10.2020) haben Patienten, die in einer Einrichtung für Ambulantes Operieren behandelt werden, auch ohne das Vorliegen von Symptomen für Covid-19 Anspruch auf eine oder mehrere Covid-19-Testungen, die dann in der Einrichtung selbst durchgeführt werden müssen.

Für Selektivverträge gelten bislang starre Regelungen. Mit dem geplanten Versorgungsverbesserungsgesetz (GPVG) sollen sie flexibilisiert werden. Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) findet das gut, bringt aber eine Anschubfinanzierung für den Abschluss weiterer Verträge ins Spiel. Kritik übt der Dachverband hingegen an den geplanten Regelungen zur finanziellen Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie haben Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) ein gemeinsames Positionspapier zu grundlegenden Handlungsbedarfen in der ambulanten Versorgung vorgelegt. Ziel ist es, Erfahrungen und Erkenntnisse der vergangenen Monate zu nutzen, um die Krisenreaktionsfähigkeit des ambulanten Versorgungssektors zu festigen und weiterzuentwickeln. Auch der Virchowbund schlägt Maßnahmen zur Förderung des ambulanten Sektors vor.

Die erstmals erstellte Leitlinie gibt unter anderem Empfehlungen zur Primärdiagnostik, Therapieentscheidung bei kurativer Operation und kurativer Radiochemotherapie, der Responsebeurteilung nach Radiochemotherapie sowie der Palliativversorgung.

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