Berufsverband Niedergelassener Chirurgen e.V.

In der Viszeralchirurgie ist der Anteil von Frauen in den vergangenen Jahren zwar langsam gestiegen, Führungspositionen in den chirurgischen Abteilungen von Krankenhäusern sind allerdings weiterhin nur selten mit Frauen besetzt. Für Prof. Natascha Nüssler, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) ist das aus zweierlei Hinsicht ein Problem.

Die Kosten für notwendige und gesetzlich vorgeschriebene Hygiene in Arztpraxen sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, ohne dass sich dies in der Vergütung gespiegelt hätte. Nun hat der Spitzenverband Fachärzte (SpiFa) estmals ein Konzept vorgelegt, mit welchem sich der tatsächlich betriebene Aufwand genau beziffern lässt.

In dem Gespräch mit dem Chefredakteur des Ärztenachrichtendienstes geht es u. a. um die Auswirkungen der Coronapandemie auf chirurgische Praxen, gestiegene Hygienekosten, den erneuten Aufschub bei der neuen GOÄ, die Hoffnung auf Hybrid-DRG und den neuen Katalog ambulanter und stationsersetzender Leistungen.

Ambulante operative Einrichtungen können hohe OP-Zahlen vorweisen und verzeichnen nur sehr geringe Schmerzraten. Doch dies lässt sich mit statistisch auswertbaren Daten nur schwer belegen – und muss sich nach Einschätzung von BNC und BAO dringend ändern.

 

Auch bei den Krankenkassen wachse die Erkenntnis, dass viele Leistungen des Ambulanten Operierens bislang unterfinanziert sind, so die Einschätzung von Dr. Ulrich Casser vom KBV-Dezernat Vergütung und Gebührenordnung im Rahmen des BAO-Symposiums beim Bundeskongress Chirurgie am 12. Februar 2022.

„Es ist gut, dass wir hier wieder in Präsenz einen Kongress abhalten können.“ Mit diesen Worten begrüßte Kongresspräsident Dr. Stephan Dittrich die Teilnehmenden beim Bundeskongress Chirurgie, der vom 11. bis 12. Februar 2022 in Nürnberg stattgefunden hat. Er und erntete großen Applaus dafür – denn offenbar hatten viele den persönlichen Austausch und Diskussionen mit Fachkolleginnen und -kollegen vermisst.

Dass die Chirurgie nach wie vor eine männerdominierte Fachrichtung ist, konnte man auch an der Besetzung der Vorstandsposten in den regionalen ANC ablesen. Bislang waren alle ANC-Vorsitzenden männlichen Geschlechts – doch nun wurde in der ANC Oberbayern mit der Münchener Chirurgin Dr. Michaela Keller erstmals eine Frau an die Spitze der regionalen Interessenvertretung gewählt.

Auch im äußersten Südwesten der Republik hat sich ein neuer ANC-Vorstand formiert. Bei der jüngsten Mitgliederversammlung hat der niedergelassene Chirurg Dr. Ralf Kretschmer den Posten des ersten Vorsitzenden von seinem Vorgänger Dr. Dirk Albrecht übernommen. Eines der Ziele der Vorstände in Baden-Württemberg ist es, dem chirurgischen Nachwuchs zu vermitteln, wie vielfältig die Praxistätigkeit ist.

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