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Ambulantes Operieren: VV der KVNO kritisiert Blockade-Haltung der Kassen

Am 20. November 2020 fand die letzte Vertreterversammlung (VV) der Kassenärztlicheb Vereinigung Nordrhein (KVNO) für das laufende Jahr statt. Im Verlauf der VV wurde die Kündigung der Förderverträge zum Ambulanten Operieren durch die Krankenkassen erneut heftig kritisiert. Die VV stimmte einem Antrag zu, wonach die Kassen aufgefordert werden, die Verhandlungen erneut aufzunehmen.

Mit Blick auf die Ergebnisse der Honorarverhandlungen 2021 mit den nordrheinischen Krankenkassen kritisierten KVNO-Vorstand und VV-Delegierte abermals die Verweigerung der Kassen, ambulante Operationen weiterhin zu fördern. „Es ist völlig unverständlich und skandalös, ohne Not die Förderung einer effizienten, umfangreichen Versorgung einzustellen, die die Krankenhäuser entlastet, Patienten entgegenkommt und den Kassen Millionen Euro einspart im Vergleich zur stationären Versorgung“, sagte Bergmann.

In einem mehrheitlich von der VV angenommen Antrag werden die Krankenkassen aufgefordert, die Verhandlungen mit der KVNO wieder aufzunehmen und für die Operateure, Anästhesisten und die niedergelassenen Gastroenterologen sachgerechte Lösungen anzubieten. Kritisiert wurde vom Vorstand und den Delegierten auch das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS), das eine finanzielle zur Förderung ambulanter Operationen zuletzt per se als bedenklich eingestuft hat. Dies sei eine Abkehr vom politischen Grundsatzwillen „ambulant vor stationär“, heißt es im Antrag.

In einem Bericht des Deutschen Ärzteblatts über die VV der KVNO wird auch der Vorsitzende der ANC Nordrhein, der niedergelassene Chirurg Dr. Manfred Weisweiler, zitiert: „Ambulantes Operieren gehört gefördert und nicht behindert. Ambulantes Operieren bedeutet, dass die gleiche Leistung auf einem Umsatzniveau von 25 Prozent im Vergleich zu den Krankenhäusern erbracht wird.“ Dadurch könnten die Krankenkassen Geld sparen. Bei ihrem Protest haben die operativ tätigen Facharztpraxen auch die Hausärzte auf ihrer Seite. So erklärte der Vorsitzende des Hausärzteverbands Nordrhein, Oliver Funken, es gelte immer noch der politische Grundsatzwillen ‚ambulant vor stationär‘. Daher fordere die VV, dass das ambulante Operieren ausgebaut wird. Nach Einschätzung Funkens versuchen die Krankenhäuser, immer mehr Operationen an sich zu ziehen, obwohl deren dünne Personaldecke eine solche Ausweitung gar nicht hergebe.

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