Hessischer Chirurgenverband e.V.

Einladung Mitgliederversammlung Hessischer Chirurgenverband

Qualifizierungslehrgang Ambulantes Operieren noch freie Plätze verfügbar

Sehr geehrte Mitglieder,

die Landesärztekammer Hessen macht auf freie Plätze in Ihrem Kursangebot "ambulantes Operieren" aufmerksam.

Bitte beachten Sie  die Informationen im Anhang.

Wenden  Sie sich bei Interesse an diesem Angebot direkt an die Ansprechpartnerin Frau Ilona Preuß.

Herzliche Grüße

Karin Reibstein

Digitalisierung: Scharfe Kritik des SpiFa am Austausch der TI-Konnektoren

Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) kritisiert deutlich die Pläne, einen Austausch der Konnektoren vorzunehmen und fordert stattdessen ein klares Konzept für die Digitalisierung im Gesundheitswesen. „Einrichtungen der Gesundheitsversorgung dürfen keine digitalen Versuchslabore sein, nur um den Gesundheitsmarkt für digitale Lösungen und Produkte zu öffnen,“ erklärte der Verband heute in Berlin und verwies dabei auf sein aktuelles Positionspapier zu den Gesundheitsthemen im Koalitionsvertrag. Damit richtet sich der SpiFa vornehmlich gegen die aus seiner Sicht verfrühte Einführung und Vorschrift zur künftigen Verwendung von elektronischer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) und elektronischem Rezept (eRezept). Aber auch der geplante Austausch von 130.000 Konnektoren zur Telematikinfrastruktur (TI), den die Gematik Mitte März angekündigt hat sorgt bei den SpiFa-Verbänden für Unmut.

„Zuerst zwingt man den Arztpraxen eine schlecht funktionierende TI mit einem veralteten Konnektorensystem auf, welches jetzt auch noch – unverändert - unter hohen Kosten ausgewechselt werden soll. Dafür geschätzte 350 Millionen Euro auszugeben ist der blanke Irrsinn, da in zwei Jahren die Softwarelösung zur Verfügung steht. So darf man mit dem Geld der Versicherten im Gesundheitswesen nicht umgehen“, ,mahnte Dr. Norbert Smetak, SpiFa-Vorstandsmitglied und Vorsitzender des SpiFa-Ausschusses Digitalisierung. Gerade im Zuge der Diskussion um die eklatanten Fehlbeträge in der Gesundheitsfinanzierung halte der SpiFa derart hohe Ausgaben für den übergangsweisen Erhalt einer veralteten und fehleranfälligen digitalen Infrastruktur nicht gerechtfertigt.

„Dann experimentiert man mit eAU und eRezept, nimmt letzteres zurück, kommt anfänglich kassenseits nicht in Gang, was die eAU betrifft und beschuldigt nun letztlich die Ärztinnen und Ärzte, die wahrlich alles tun, um in der Pandemie die Versorgung und natürlich auch die eAU am Laufen zu halten,“ schimpfte Smetak weiter. Im Zuge der anhaltenden Diskussion fordert der SpiFa eine „nachhaltige Strategie und die Entwicklung funktionierender und adäquater Lösungen, welche sich zum einen am Bedarf von Patientinnen und Patienten bzw. Ärztinnen und Ärzten orientieren und zudem vor Ihrer Einführung ausgiebig auf Praxistauglichkeit und Betriebssicherheit getestet werden.“

Derweil hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) eine Umfrage zum aktuellen Stand und zum Stimmungsbild gegenüber eAU und eRezept in den Arztpraxen gestartet Vertragsärztliche Praxen und ihre Teams können noch bis zum 28. April 2022 an einer Online-Umfrage teilnehmen. Ziel ist es, einen Überblick über den Stand der Einführung zu erhalten. Demnach möchte die KBV vor dem offiziellen Start der eAU am 1. Juli 2022 herausfinden, wie weit die Niedergelassenen mit ihren Vorbereitungen sind und welche Probleme es gibt. Gleiches gilt für das eRezept, das seit Beginn dieses Jahres bundesweit in einer verlängerten Testphase unter Koordination der gematik erprobt wird.

Bereits im Januar hatte die KBV eine erste Online-Befragung durchgeführt und daraus Forderungen für die Digitalisierung in Arztpraxen und die Einführung neuer TI-Anwendungen abgeleitet. Die Ergebnisse hatten gezeigt, dass Anfang des Jahres zwar schon fast jede zweite Arztpraxis (rund 40 Prozent) über das Softwaremodul für die eAU verfügte, doch lediglich jede fünfte Praxis die Bescheinigungen für die Krankenkasse auch digital übermitteln konnte. Ein ausschließlich elektronischer Versand war demnach bislang nur 13 Prozent der Praxen möglich Als Gründe, warum die eAU in ihrer Praxis im Januar noch nicht möglich war, hatten die Befragten vor allem Probleme mit dem KIM-Dienst und dem Update des Praxisverwaltungssystems angegeben.

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